Der Schatten im Spiegel

Liebe Freunde malader Modernen. Wenn man sich selbst im Weg steht, sind die Schatten am längsten. Treffen sich zwei Textverdunkler. Sagt der eine: „Ich habe die Nase gestrichen voll.“ Darauf der andere: „Mir fehlen die Worte.“ Ja, das ist bedingt komisch, genau wie der neue Versuch misslungener Witzbildchen, den Benjamin und ich neulich gestartet haben.

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Standardsätze und dummes Zeug

Liebe Freunde täglichen Treibens. Hier bist du also wieder, drehst dich im Kreis und wirst linear irre. Auf der Kurve des Wohlbefindens stehen kleine Zeitpunkte und reichen dir Getränke, während du in Bestzeit an ihnen vorbeirauschst. Manche bekommen auch Bananen. Eine kleine Choreografie haben die Zeitpunkte einstudiert, und jedem, dem sie etwas zu essen oder

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Fältchen und innere Stimmen

Liebe Freunde irgendeines Inneren. Wenn in der Außenwelt mal Ruhe herrscht, meinen die inneren Stimmen, ihre Zeit sei gekommen, um sich mal so richtig Gehör zu verschaffen. Wenn Du nur halbwegs normal bist, wirst Du sicher auch eine oder mehrere Stimmchen haben, die Dir in hübscher Regelmäßigkeit ihr buntes Lied in den Gehörgang säuseln. Deine

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Tarnung

Gewöhnliche Umstände

Liebe Freunde komischer Köpfe. Was Gedanken angeht, bin ich oft etwas vergesslich. Wenn ich mal meine, einen guten zu haben, schwupps, ist er ein paar Augenblicke später schon wieder weg. Ich suche die Schuld dann gerne bei mir, hachje, das Alter, die Schusseligkeit. Man sollte die Schuld aber auch mal bei den Gedanken suchen. Warum

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Erstaunliche Unmöglichkeit

Liebe Freunde guter Gründe. Fragt mich nicht, woher es kommt, aber irgendwann lag ein Buch auf meinem Schreibtisch, das sich mit Pfahlbauten am Bodensee auseinandersetzt. Ich habe weder Ahnung von noch Interesse an diesem Thema. Beim Durchblättern bin ich auf ein paar Seiten mit Recyclingpotential gestoßen. Manchmal gab es sogar Illustrationen, das hat mich an

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Pfahlbauten der Wirklichkeit

Liebe Freunde verzierter Versuchungen. Man geht durch die informierten Straßen und verknickt sich alle paar Meter den Knöchel in den Wissenslücken des wackeligen Untergrunds. Das gedankliche Humpeln begleitet uns alle, aber jeder hinkt für sich alleine durch die Grauzone der Umstände. Dann und wann werfen wir einen Blick auf die Pfahlbauten der gegenwärtigen Wirklichkeit. Mit

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Ganz allgemein gesprochen

Liebe Freunde sonderbarer Situationen. Situationen geben bekanntlich viel Praxiserfahrung. Einige sind kritisch, andere nicht. Man wächst mit den Aufgaben, bis man sich den Schädel permanent am Türrahmen stößt und die Beulen als Pokale der Lebenserfahrung auf der Stirn trägt. Und dabei am besten immer allerfreundlichst sein. Lächeln als Beautykonzept. Es gibt so viele Situationen, meistens

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Im besten Zustand

Liebe Freunde des ganzen Geschisses. Bald kommt die Dunkelheit, der Nebel, das Rauschen des Heizkörperventilators. Es ist so still. Ich höre zu, solange bis nichts mehr übrig ist. Es soll so laufen, dass es läuft. Wahrheit wird gemacht, und dabei verunglückt sie derzeit sehr häufig sehr übel. Die verschwommenen Augen kraulen im Nichtschwimmerbecken um die

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Fremdmeinungsmüde

Liebe Freunde moderner Menschlichkeit. Eine große Müdigkeit legt sich auf die Seele und bedeckt die Fremdmeinungen, die ungewollt in mich einströmten. Wieso sprechen gerade alle über hochgradig Selbstverständliches und stellen es in Frage? Ich möchte nicht mehr darüber reden. Es wird zu viel geredet. Mitgefühl ist nicht museal. Menschlichkeit nicht verhandelbar, Hass ein Arschloch, schon

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Der Senf und die Zeit

Liebe Freunde banaler Begleitworte. Was sind das nur für   Vernichtungstemperaturen? Das Hirn käst vor sich hin, der Körper labbert ohne Rhythmus, Konzentration und Fokus sind Eigenschaften der Vorwüstenzeit. Mein Urlaub ist längst vorbei, ich bin wieder am Ort der Routine und des Alltags. Aber eben nur physisch. Der Rest ist nur die schlechte Kopie eines

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