Fältchen und innere Stimmen

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Liebe Freunde irgendeines Inneren.

Wenn in der Außenwelt mal Ruhe herrscht, meinen die inneren Stimmen, ihre Zeit sei gekommen, um sich mal so richtig Gehör zu verschaffen. Wenn Du nur halbwegs normal bist, wirst Du sicher auch eine oder mehrere Stimmchen haben, die Dir in hübscher Regelmäßigkeit ihr buntes Lied in den Gehörgang säuseln. Deine inneren Stimmen sind bestimmt bekannte Genossen, die Dir keine riesengroßen Fragen mehr ins Gesicht drücken. Man kennt sich halt. Aber mit den Stimmen ist es wie mit den Menschen: manche Stimmchen sind lauter, andere leiser, einige sogar so schüchtern, dass selbst das Schweigen in der Leitung lauter ist als diese zurückhaltenden Gesellen. Aber es gibt eben auch rücksichtslose Trampel. Und manchmal, wenn es dem Kopf zu laut wird, brüllt er ganz im Stile der alten Götter ein dröhnendes „Leck mich“ in die Runde und macht sich auf den Weg zur Tür. Blöd nur, dass er alle inneren Stimmen mitnimmt. So wie man sich ja selbst auch immer mitnimmt, wenn man irgendwo hingeht. Ist halt nicht so leicht, vor sich selbst wegzulaufen. Darf man dem Kopf aber nicht sagen, dann wird der verrückt und will stündlich alles Wichtige verlassen.

Und bevor Ihr vom Oberstübchen verlassen werdet oder mich verlasst oder irgendwen oder irgendwas anderes, präsentiere ich Euch lieber schnell die Textverdunkelungen der letzten Wochen. In diesem Sinne: verabschiedet Euch oder bleibt. Beides ist unklug.

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