Kapitel Einundzwanzig

DirkVeröffentlicht von

Liebe Freunde konzentrierter Kri-Zen-Stimmung.

Nun denn, 2020 liegt hinter uns, und über uns schwebt die Hoffnung, dass es 2021 irgendwie besser wird. Haha, hoho, Hoffnung, tolle Strategie. Im Kri-Zen-Modus kollabieren wir durch die Tage und fühlen uns energiegeladen wie 250 Gramm Butter. Die Textverdunkelungen der letzten Wochen in der Kurzfassung: Scheiße, Krise, Besinnung, Freude, in Ordnung sein, in Ordnung gewesen sein. Etwas ausführlicher: Dei Leuchtkraft der schwierigen Situation erhellt die Straßen. Was kümmert es die Sorgen, wenn wir ihnen erzählen, dass wir sie nicht lieben? Wie kommen wir zur Besinnung, wenn der Weg dorthin mit Tragik gepflastert ist? Was nützt alles? Man steht auf und fühlt sich schon nach Sekunden, als müsse man erst mal eine Nacht drüber schlafen. Man kratzt nervös an den Wolken bis es regnet, verstreicht die Zeit wie Honig auf Toast und trägt Desinteressenskonflikte aus wie andere Leute Notausgaben von Zeitungen. Anders formuliert: Ich bin nicht alleine, ich habe Begleitumstände.

„Wie erträgst du das alles?“, fragt der Kopf.
Du sprudelst seufzend deine Aerosole hervor und erwiderst: „Tragik mit Fassung.“

In aller Verzweiflung zieht man das positive Denken aus der Büchse der Pandora, suggeriert sich unbändige Freude und ein persönliches Inordnungsein in der Hoffnung, dass der Taktikwechsel Früchte trägt, deren Vitamine einen durch die Zeit gesunden. Wir wissen, ein Nervenzusammenbruch kann nicht von Interesse sein, zumindest an dieser Tatsache können wir uns festklammern. Die Welt wird erst so richtig schön mit etwas Autosuggestiön.

In diesem Sinne: bleibt heile, hell und haltet durch.
Oder anders formuliert: Alles wird gut, phantastisch und schön – die Frage ist nur: wann und für wen?

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