Zufällige Gedanken in poröser Wirklichkeit

DirkVeröffentlicht von

Liebe Freunde verbaler Versatzstücke.

Es ist wieder ein Tag, irgendeine Woche. Der Monat: egal. Statt Jahreszeiten gibt es Wellen. Der Realitätssinn blubbert spröde durch die Wahrnehmung. Menschen wabern, die Welt bewirft dich mit Ereignissen. Dein Doppelgänger steht neben dir und stellt das Leben in Frage, das ihn die ganze Zeit führt. In der Ferne fliegt ein Luftballon und unterstreicht die raren Glücksmomente sozialer Wirklichkeit. Die Bäume sind kahl, der Himmel so bedeckt wie du dich hälst. Vor der Apotheke stehen Menschen Schlange, um sich mit Definitionsmittel einzudecken. Auf dass alles bald wieder eine Bedeutung bekommen möge.

So kollabiert man durch die Tage und den eigenen Kopf auf der Suche nach neuen Un- und Möglichkeiten, nach seelischer Einheit und einer Richtung, die nicht nur enttäuscht. Mit behutsamen Suchbewegungen tasten wir uns nach vorne, wohin auch sonst. Ein- bis zweimal am Tag schauen wir in den Spiegel, und immer sehen wir verändert aus. Im Hintergrund haben wir viele Fragen. Zum Beispiel: Wessen Ernst ist das eigentlich alles?

Naja, bevor ich der geneigten Leserin hier irgendwelchen Pudding in die Augen labere, präsentiere ich lieber die zehn Textverdunkelungen der letzten Wochen. Aber zuerst ein kleines Video. Ich habe neulich ein paar Stunden damit verbracht, grob und wortlos und bedingt gut aufgelöst zusammenzuschneiden, wie ich eine Textverdunkelung mache. Vielleicht interessiert es ja die eine oder den anderen, nicht nur immer das Ergebnis zu sehen, sondern auch in zwei Minuten mal schnell den Weg dahin zu mitzugehen. Im Zeitraffer wohlgemerkt, aber das reicht ja, 30 Minuten Originallänge wäre zum bloßen Zuschauen wohl etwas übertrieben.

Und übrigens: Wenn mich jemand unterstützen möchte, mit einem Kaffee oder ein paar neuen Stiften – der virtuelle Hut steht drüben im Pay-Pal-Regal und freut sich über Kleingeld. Alternativ kannst du natürlich auch ein Original kaufen. In der Konsumzone habe ich ein paar ausgestellt, aber wenn die Verdunkelung deiner Wahl nicht im Schaufenster steht, einfach kurz eine Mail an dirk at mentalreserven.de schreiben und hoffen, dass es das Blackout noch gibt 😉

In diesem Sinne: lasst uns leicht bleiben. Und leicht daneben. Lasst uns die Fugen des Guten in der Krisennormalität genießen und hoffen, dass uns das Jahr weiter hinten mit schwungvoller Schönheit überrascht.

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