Das wahre Leben des kleinen Mannes

Liebe Freunde kleinblumiger Realitätsromantik. „Das Streichfett ist ranzig, Hansjörg.“ Ein Satz, so schön wie ein Hundehaufen in der prallen Sonne, mit einem kleinen Cocktail-Schirmchen mittendrauf. „Und der Kaffee ist auch zu dünn.“ Warum müssen die schönsten Sätze immer durch ihre Nachfolger kaputt gemacht werden? Warum können die nicht einfach stehenbleiben, wie auf so einer kleinen

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Licht (Basislage II)

Die Tage werden länger und heller. Ich schaue in die Sonne, klappe die Lider herunter und starre auf die dünne, rote Wand meines inneren Auges. Die Haut ruft einen Namen, und ich bin mir nicht sicher, was das Vibrieren bedeuten soll. Mein Gesicht kenne ich nur aus dem Spiegel. Und aus dem Lächeln in Laras

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Andere Jungen, andere Drachen

Liebe Freunde steuerbarer Himmelskörper. Der Herr Benjamin Rabe malt öfters ganz einfach die besten Sachen. Ich schreibe da nur hinterher. Zum Beispiel dieses Bild hier: The other boy´s kite. Was es damit wohl auf sich hat? Ich weiß es nicht, ich ahne nur einen seidenen Faden entlang in die dünne Luft hinein. Vielleicht … Der

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Mir doch egal

Liebe Freunde lässiger Gleichgültigkeit. Mitten hinein in die Wiedereingliederungshärte eines durchschnittlichen Montags werfe ich meine 10 Cent zum Thema Gleichgültigkeit in eure vom Wochenende gegerbten und berufsmäßig vielleicht noch desinteressierten Gesichter. Über den „Nullpunkt des Sozialen“ wurden schon einige Gedanken verloren. Ich muss nicht nochmal aufwärmen, dass Gleichgültigkeit weder Gelassenheit noch Toleranz meint, sondern Desinteresse,

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Weltzeitfressertag

Liebe Freunde erhabener Effizienz. Heute ist Weltlinkshändertag. Aber das reicht mir nicht. Die Politik macht uns vor, dass wir einfach Sachen behaupten können – und dann sind sie auch so. Die performative Kraft der Sprache baut die schönsten Luftschlösser. Soll ich vormachen? Heute ist Weltzeitfressertag. Wenn ihr also gerade nichts Besseres zu tun habt, verschenkt

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Tyrannei und Transparenzterror

Liebe Freunde radikaler Durchsicht. Ich mag Nebel. Er hat etwas Geheimnisvolles, Unwirkliches, Gedämpftes. Damit meine ich den Naturnebel, der die Welt milchig und weichgezeichnet erscheinen lässt, nicht die echten oder metaphorischen Nebelkerzen, die jemand zündet, um mich über irgend etwas im Unklaren zu lassen. Womit wir auch schon beim Thema wären: der vollumfänglichen Nebelreduktions-maschine namens

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Etwas fehlt

Liebe Freunde des leisen Lichts. Der Tagesanbruch als Gute-Nacht-Routine. Helligkeit, die sich in den Kopf fräst und dort auf den Synapsen herumtrampelt. Der letzte große Fang. Vielleicht kommt euch die Geschichte bekannt vor. Es gibt sie bereits auf englisch. Mein Experiment zu Jahresbeginn. Die Idee, zu einem Bild eine Geschichte zu schreiben. Mich juckte es

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Universaldilettantismus jetzt!

Liebe Freunde des grotesk Großen. „It´s not the size of your pencil, it´s how you write your name.“ Gut, John Holmes war Pornodarsteller, und diese Aussage bezog sich offensichtlich auf sein Arbeitsgerät. Aber das heißt nicht, dass dieser Satz keine Gültigkeit hätte. Heute ist alles messbar, Big Data ist das Stichwort. Und Daten fallen genug

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Gigantische Gegenwartsschrumpfung

Liebe Freunde wartungsfremder Echtzeit. Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen. Wir hängen 12 Jahre vor der Glotze, sind fünf Jahre mit Essen beschäftigt und verbrauchen 3.600 Rollen Klopapier. Über jeden Scheiß gibt es eine Statistik. Aber wie viel Zeit verbringen wir eigentlich mit Warten? Darüber habe ich nichts gefunden. Vielleicht habe ich auch

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Made in Space

Liebe Freunde kongenialer Kollaboration. Ich bin um eine Erfahrung reicher. Wer noch einmal sagt, Schreiben sei ein einsamer Prozess, dem schwinge ich die Keule der Kollaboration und lasse Benjamin dazu mit dem moralischen Finger die passende Illustration malen, während Valentin parallel an einem Antisolitär-Satz feilt. Was das für eine Erfahrung war, wollt ihr wissen? Eine

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