Missglückte Glücksgeständnisse

Liebe Freunde antiquierter Ausblicke. Ich mag Jahresrückblicke nicht. Die machen schlechte Laune. Das Vergangene knabbert an den Zehen und ringt einem nur ein gealtertes Lächeln ab. Und das mit den guten Vorsätzen habe ich schon vor Jahrzehnten aufgegeben, als an einem verregneten Neujahrsmorgen die ganzen guten Vorsätze voll gebrochen und vollgebrochen im rotbraunen Böllerschmier auf

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Fehlgeleitete Flippigkeit

Liebe Freunde hartrealer Weltkälte. Endlich ist er weg, der November. Ein Monat zum Löschen. Wenn alles nur so halbgut erträglich ist, sage ich einfach „Luftballons!“ Bald steht das Jahr wieder mal still und man zerrt sich die Schulter beim Jahresrückblick, während andere lamettabetäubt im Besinnlichkeitsstress baden. Erlaubt mir eine große Feierunwut und ein letztes Aufbäumen

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Giganten der Möglichkeit

Liebe Freunde dezenter Dunkelheit. Der Herbst ist ein tolles Halbjahr. Wer noch keinen Soundtrack für diese Zeit hat, der möge sich bitte einmal „Last January“ von The Twilight Sad anhören, während die Augen durch die präparierten Reste einer wehrlosen Wochendausgabe tropfen. Und ansonsten, tja, da tut sich einiges. Aber davon findet ihr hier nichts. Hier

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Die Coolness wird müde

Liebe Freunde labiler Lebensfreude. Uncool zu sein, ist gar nicht so schlimm. Viel schlimmer ist die halbe Müdigkeit, die sich auf die ganzen Tage legt wie abgestandener Frischkäse. Meine Arbeit besteht heute darin, diese Schwerübermüdung aktiv zu artikulieren. Wer bosslike alle Tricks beherrscht und mit geilen Aktionen kommt, die nicht jeder draufhat, sollte vielleicht mal

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Überaus überraschend

Liebe Freunde übersichtlicher Überraschungen. Raus aus dem Sommerloch und hinein in die Frischezone. Vor einigen Wochen war ich beruflich in der Nähe von Lüneburg und durfte dort auf einem Landgut übernachten. Beim Frühstück stieß ich auf ein Magazin, das charmant aus der Fülle ausliegender Blättchen hervorstach: Das Über-Magazin. Könnt ihr euch mal anschauen, sehr nett

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Realitätsklarheit und Wohlseinswandel

Liebe Freunde schattiger Sommerlöcher. Neulich bin ich ins Sommerloch gefallen. Das tat gar nicht weh. Da bin ich immer noch drin und habe beschlossen, hier für einige Zeit meine Zelte aufzuschlagen. Es ist gemütlich, mein Kopf liegt federleicht im Schatten des Alltags. Aber bevor ich das Daunenhirn noch weiter nicht beschäftige, belästige ich euch mit

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Das Wissen von oben

Liebe Freunde versternter Botschaften. Euer Horoskop für Juli ist fertig. Darauf habt Ihr doch sicher schon so sehnlich gewartet wie auf einen Gummistiefeldichtetest im Hochsommer. Oder auf die in Schlauverkleidung daherschmierenden Analysefragen selbstverliebter WM-Reporterdarsteller. Aber es ist nun eben so: auf viele Dinge wartet man nicht, die geschehen einfach. Ich freue mich also Euch mitteilen

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New Business Blackout

Liebe Freunde neuer Realitäten. Wenn ich nur ein Wort hätte, um unsere heutige Wirtschaft zu beschreiben, vielleicht wäre es Größenwahn. Vielleicht aber auch Veränderung. Die VWL lehrt Zeug, das nicht mehr wirklich in die Zeit passt. Es tut sich gerade eine ganze Menge. Karrierevorstellungen werden anders definiert. Zeit, Sinn und Verantwortung sind die neuen Statussymbole.

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Die Relevanz der Enttäuschung

Liebe Freunde progressiver Praxiserfahrung. In seinem wunderbaren Werk „Der Schaum der Tage“ schreibt Boris Vian: „Die hellsten meiner Tage verbringe ich damit sie zu verdunkeln.“ Das kann man ja auch auf Zeitungsartikel übertragen. Ihr wisst also, was euch erwartet. Wenn wir eins nicht losweden können, dann die Zukunft. Sie wühlt sich durch die Erde und

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Blackout-Wimmelbild

Liebe Freunde geballter Botschaften. Ist das Leben erschreckend selbstverständlich? Oder ist es selbstverständlich erschreckend? Dieser Frage widme ich eine ganze Themenseite – und lasse sie dabei gänzlich unbeantwortet. Alles hängt von der Leserichtung ab. Ich habe ja nun schon eine Menge Textverdunkelungen gemacht und finde nach wie vor, dass es eine sehr meditative Form von

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