Tarnung

Gewöhnliche Umstände

Liebe Freunde komischer Köpfe. Was Gedanken angeht, bin ich oft etwas vergesslich. Wenn ich mal meine, einen guten zu haben, schwupps, ist er ein paar Augenblicke später schon wieder weg. Ich suche die Schuld dann gerne bei mir, hachje, das Alter, die Schusseligkeit. Man sollte die Schuld aber auch mal bei den Gedanken suchen. Warum

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Der Senf und die Zeit

Liebe Freunde banaler Begleitworte. Was sind das nur für   Vernichtungstemperaturen? Das Hirn käst vor sich hin, der Körper labbert ohne Rhythmus, Konzentration und Fokus sind Eigenschaften der Vorwüstenzeit. Mein Urlaub ist längst vorbei, ich bin wieder am Ort der Routine und des Alltags. Aber eben nur physisch. Der Rest ist nur die schlechte Kopie eines

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Strahlkotzen und andere Begabungen

Liebe Freunde energischer Erinnerung. Weißt Du noch, wie wir uns in Erinnerung behalten? Hast Du noch vor Augen, wer Du einmal sein willst? Wirst Du einmal wissen, wer Du gewesen bist? Während Du Dir im Laufe der Zeit ein paar Brötchen brätst, klopft es draußen energisch gegen die Tür. „Wer ist da?“, kommt die Antwort

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Den einen haut es um, den anderen auch.

Liebe Freunde hartrealer Humanität. Es ist nicht die Zeit der Witze. Oder gerade doch. Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung, dafür leide ich zunehmend unter gedanklichen Annäherungsproblemen, die auch dann nicht verschwinden, wenn ich mich meinen Gedanken in einer ruhigen Seitwärtsbewegung zuwende. Die Seele seufzt, man nennt es atmen, und die Gefühle sind

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Zeitgruppe Null

Liebe Freunde dufter Dystopien. Gäbe es das Geruchs-Internet, Ihr könntet meinen Angstschweiß atmen. Oder zumindest das dezente Transpirat amtlicher Aufregung. Für die zeitarmen Hektikhasen unter Euch hier in Kürze das Wichtigste: Am 13. Mai erscheint mein Roman „Zeitgruppe Null“ als E-Book bei edel&electric. Für alle, die ein bisschen mehr Zeit investieren möchten, habe ich hier

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Standarderfahrungen auf furchtbarem Boden

Liebe Freunde sommerlicher Löcher. Noch jemand, der manchmal neben sich steht? Zum Teil bis zu zehn Meter? Oder jemand mit dem Gefühl, dass das Jahr nur 109 Tage hat? Sehr gut, dann seid Ihr hier richtig. Hunderte von Sekunden formulieren die knappe Zeit. Nehmt Euch ein paar und werft das geistige Auge auf diese neuen

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Geht´s noch oder läuft´s schon?

Liebe Freunde normaler Nichtgleichgewichtszustände. Geht´s noch, oder läuft´s schon? Und sagt jetzt bloß nicht „geht gar nicht“ – „geht gar nicht“ geht gar nicht. Ich möchte mindestens ein „geht so“ von euch hören. Noch besser wäre ein derbdurchschnittlliches Normcore-„geht“. Das ist zwar noch weit entfernt von einem „läuft“. Aber immer noch besser als dieses kapitulationsgetränkte,

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Missglückte Glücksgeständnisse

Liebe Freunde antiquierter Ausblicke. Ich mag Jahresrückblicke nicht. Die machen schlechte Laune. Das Vergangene knabbert an den Zehen und ringt einem nur ein gealtertes Lächeln ab. Und das mit den guten Vorsätzen habe ich schon vor Jahrzehnten aufgegeben, als an einem verregneten Neujahrsmorgen die ganzen guten Vorsätze voll gebrochen und vollgebrochen im rotbraunen Böllerschmier auf

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Weltzeitfressertag

Liebe Freunde erhabener Effizienz. Heute ist Weltlinkshändertag. Aber das reicht mir nicht. Die Politik macht uns vor, dass wir einfach Sachen behaupten können – und dann sind sie auch so. Die performative Kraft der Sprache baut die schönsten Luftschlösser. Soll ich vormachen? Heute ist Weltzeitfressertag. Wenn ihr also gerade nichts Besseres zu tun habt, verschenkt

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